Klang wird materie

die konzeptionelle visualisierung

Neben ihren freien Arbeiten widmet sich Uta Nitschke der Herausforderung, komplexe musikalische Meisterwerke in eine physische Form zu überführen. Hier wird Musik nach strengen konzeptionellen Systemen „übersetzt“ und handwerklich manifestiert.

Das Lied ohne Worte - Collage und Kontrast

von Felix Mendelssohn-Bartholdy

abstraktes Bild mit Konzeptkunst - visualisierte Musik von Uta Nitschke
Das Lied ohne Worte 03 - Goldpapier, Acrylfarbe, Tusche auf Papier -103x139 cm

Die Auseinandersetzung mit Felix Mendelssohn Bartholdys "Lied ohne Worte" führt zu großformatigen Collagen auf Papier.

Materialität: Goldpapier, Acryl, Tusche und Bleistift schichten sich zu komplexen visuellen Ebenen auf.

Konzept: Jedes Element ist Teil einer präzisen Anordnung. Kontraste und Reihungen machen hörbare Harmonien für das Auge fassbar und werfen die Frage auf: Wie offenbart sich der Klang den Augen des Betrachters?


Konzepte zur Umsetzung des "Lied ohne Worte" - je 21x29,7 cm

 

Konzeptkunst mit visualisierter Musik von Uta Nitschke
Das Lied ohne Worte 04 - Finnpappe, Papier, Buntstift, Bleistift auf Papier - 126x107 cm
abstraktes Relief - Konzeptkunst von Uta Nitschke
Das Lied ohne Worte 04 - Bildausschnitt

abstrakte Konzeptkunst mit visualisierter Musik
Das Lied ohne Worte 11 - Silberpapier, Acryl, Bleistift auf Papier - 103x101 cm
geometrische Formen von Konzeptkunst
Das Lied ohne Worte 11 - Bildausschnitt

abstraktes Mosaik aus Papier
Das Lied ohne Worte 02 - Papier, Stempel, Bleistift, Filzstift auf Papier - 116x92 cm
Mosaikfelder aus Papier
Das Lied ohne Worte 02 - Bildausschnitt

rhythmische Linien visualisierter Musik
Das Lied ohne Worte 09 - Bildausschnitt
bunte Farbfelder - visualisierte Musik von Uta Nitschke
Das Lied ohne Worte 08 - Bildausschnitt

Ausstellung mit Konzeptkunst von Uta Nitschke
Das Lied ohne Worte 05,06,07 - Goldpapier, Bleistift, Acryl auf Papier
abstrakte Linien mit Acryl - Konzeptkunst
Das Lied ohne Worte 07 - Bildausschnitt

Ausstellung mit Konzeptkunst - visualisierte Musik von Uta Nitschke
Das Lied ohne Worte 01 - Tusche, Bleistift auf Papier - 205x142,5 cm
Notenlinien mit Bleistift und Tusche
Das Lied ohne Worte 01 - Bildausschnitt
Notenlinien und Noten mit Bleistift und Tusche
Das Lied ohne Worte 01 - Bildausschnitt

Die Moldau

von Friedrich Smetana

Rhythmus im Gewebe

In ihrem Projekt zu Friedrich Smetanas "Die Moldau" nutzt die Künstlerin die Webtechnik als Medium, um die Struktur der Musik abzubilden. Ein handgewebter Teppich – durchsetzt mit Gold- und Silberfäden – wird zum Träger von Klangtiefe.

Systematik: Durch Methoden wie Radation, Kontrast, Translation, Drehung und Spiegelung entstehen Systeme, die mit Hilfe unterschiedlicher künstlerischer Elemente ein Musikstück sichtbar machen.

Struktur: Es offenbaren sich rhythmische Strukturen und harmonische Reihungen in archaischer Anmutung.

Haptik: Das Unsichtbare des Klangs trifft auf die Greifbarkeit des Gewebes. Es entsteht eine „Stille der Bewegung“, die den Flusslauf der Moldau in ästhetischen Farben neu interpretiert.

Konzeptuelle Entwürfe zu "Die Moldau" von Friedrich Smetana

Entwürfe mit Kugelschreiber, Aquarell und Goldpapier auf Papier, die anschließend am Handwebstuhl als Gewebe umgesetzt werden.

Je 50x70 cm.

Gewebe mit Gold- und Silberfäden - Rückseite
Die Moldau - Gewebe mit Gold- und Silberfäden - Rückseite
Textilkunst Ausstellung Uta Nitschke
Die Moldau - visualisierte Musik als handgewebter Teppich
gewebter Teppich mit geometrischen Quadraten
Die Moldau - Bildausschnitt Vorderseite

Die philosophie des machens

Ob am Webstuhl oder in der freien Collage – Uta Nitschkes Werk ist eine tiefgehende Suche nach der Visualisierung des Immateriellen. Durch die Verbindung von mathematischer Logik und haptischem Handwerk legt sie das rhythmische Skelett der Musik frei und schafft so eine neue, begehbare Ebene des Hörens.